Katzenkrankheiten - Krankheiten bei Katzen
Bekanntlich ist Vorbeugen besser als Heilen. Dies gilt gleichermaßen für Mensch und Tier. Je gesünder ein Lebewesen ernährt ist, desto widerstandsfähiger ist es gegen Krankheiten. Schutzimpfungen und andere vorbeugende Maßnahmen helfen, den liebgewonnenen Gefährten gesund zu erhalten.
Gesundheitsvorsorge für Katzen
Die Schutzimpfung gegen Katzenseuche (Parvovirose) ist unerlässlich, da eine Rettung bei ausgebrochener Krankheit nur möglich ist, wenn diese sofort erkannt und behandelt wird. Katzenkinder müssen unbedingt ab der 8. Woche geimpft werden. Ganz junge Katzen werden zweimal, erwachsene einmal geimpft. Wiederholungsimpfung mindestens alle zwei Jahre, besser jährlich. Schutzimpfung gegen Katzenschnupfen ist zu empfehlen, da schwerwiegende Folgekrankheiten die Regel sind. Wiederholungsimpfung jährlich.
Katzenkinder bekommen durch die Muttermilch natürliche Abwehrstoffe. Es werden aber auch Krankheitserreger übertragen.
Wenn die Kätzchen Schnupfen bekommen, muss dieser vom Tierarzt unbedingt sofort behandelt werden. Der Schnupfen kann sonst zu Lungenentzündung und damit zu einem qualvollen Erstickungstod führen.
Schutzimpfung gegen Tollwut schützt die Katze vor einer tödlichen Infektion und bewahrt auch Kontaktpersonen und -tiere vor Ansteckung. Wiederholungsimpfung jährlich.
Schutzimpfung gegen Leukose schützt gegen die meist tödliche Immunschwächekrankheit der Katze, die im übrigen nicht auf den Menschen und andere Tierarten übertragen werden kann.
Die Zähne sollten regelmäßig (anlässlich der Impfung) kontrolliert werden. Ab dem vierten oder fünften Lebensjahr sind Zahnschäden häufig. Zahnstein gehört, wie beim Menschen, entfernt.
An Augenentzündung leiden viele erwachsene Tiere, extrem häufig aber Katzenbabys. Diese Entzündungen entstehen meist durch Schmutz und Unterernährung. Sie können eitrig werden und ohne Behandlung zu einer tödlichen Infektion führen bzw. der Katze das Augenlicht nehmen. Eine Salbe, die preiswert beim Tierarzt erhältlich ist, hilft rasch.
Durchfallerkrankungen (oft bei Jungtieren) können die Folge von Unterernährung bzw. falscher Ernährung sein. Milch ganz weglassen. Den Darm beruhigen mit Reis, dazu gekochtes Rindfleisch (ungewürzt), sehr gut eignet sich auch Hüttenkäse (wenn er mit heißem Wasser vermischt wird, entsteht ein lauwarmer Brei, der sehr begehrt ist). Bei hartnäckigem Durchfall kann es sich auch um die Begleiterscheinung einer schweren Krankheit handeln. Unbedingt den Tierarzt fragen!
Durchfall entsteht auch durch Verwurmung. Diese äußert sich häufig in einem Abmagern der Katze (oft bei dickem Bauch). Wenn sich ihre Nickhaut vor die Augen zieht, das Fell stumpf wird oder Haarausfall beginnt, kann sie auch Haken- und Spulwürmer bzw. Bandwürmer haben. Katzenkinder müssen ab der 5. Woche erstmals entwurmt werden. Die Mutter kann bereits die Würmer übertragen haben. Es ist ratsam, die Entwurmung zu wiederholen. Freilaufende Katzen sollten alle drei Monate, Wohnungskatzen einmal jährlich entwurmt werden. Gegen alle Wurmarten gibt es preiswerte Medikamente.
Milben können sich in Ohren und Haut der Katze ansiedeln und zu schmerzhaften Entzündungen führen. Der Tierarzt sollte die Katzenohren ansehen und säubern, besonders wenn sie innen schmutzigschwarz aussehen.
Zecken können Überträger der Hirnhautentzündung und der Zeckenborrelliose (grippeähnliche Erkrankung) sein. Im Gegensatz zur herkömmlichen Meinung sollten diese nicht mit Salatöl beträufelt werden, weil das die Übertragung der Erreger forciert. Deshalb Zecken nur gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen. Am besten eignet sich dazu eine sogenannte Zeckenzange.

Übrigens: Eine gesunde Katze ist die beste Mäusefängerin !
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Störungen und Krankheiten erkennen
Die Katze sitzt lustlos herum, frißt nicht
Mögliche Ursache: Langeweile, keine Anregung zum Spielen, lehnt Futter ab
Kommen diese Symptome hinzu: Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden, Kreislaufkollaps - Sofort zum Tierarzt
Erbrechen
Mögliche Ursache: Grasfressen, beim Putzen verschluckte Haare, zu kaltes Futter
Kommen diese Symptome hinzu: Apathie, Durchfall - Sofort zum Tierarzt
Speicheln
Mögliche Ursache: Starke Erregung, Wohlbefinden beim Treteln
Kommen diese Symptome hinzu: Frißt ganz wenig - Sofort zum Tierarzt
Übler Mundgeruch
Mögliche Ursache: Starkriechendes Fressen, z. B. Fisch
Kommen diese Symptome hinzu: Erbrechen, Zittern, Speicheln - Sofort zum Tierarzt
Ständig durstig
Mögliche Ursache: Scharf gewürzte Essensreste
Kommen diese Symptome hinzu: Gewichtsverlust, Erbrechen - Sofort zum Tierarzt
Durchfall
Mögliche Ursache: Falsche Ernährung
Kommen diese Symptome hinzu: Blutiger Kot, Erbrechen - Sofort zum Tierarzt
Frißt übermäßig
Mögliche Ursache: Nachholbedarf bei Streuntagen oder nach einer Geburt
Kommen diese Symptome hinzu: Lehmfarbener Kot, struppiges Fell, Abmagerung - Sofort zum Tierarzt
Pressen ohne Absetzen von Kot und Urin
Mögliche Ursache: Bewegungsmangel, falsche Ernährung
Kommen diese Symptome hinzu: Stößt Schmerzenslaute aus - Sofort zum Tierarzt
Tränende Augen
Mögliche Ursache: Zugluft, scharfe Putzmittel
Kommen diese Symptome hinzu: Eitriger Ausfluß - Sofort zum Tierarzt
Niesen, Husten
Mögliche Ursache: Zugluft, schneller Wechsel zwischen Warm und Kalt
Kommen diese Symptome hinzu: Fieber, Atembeschwerden, Schleimauswurf - Sofort zum Tierarzt
Kratzen
Mögliche Ursache: Reinigung des Fells
Kommen diese Symptome hinzu: Ständiges Kratzen überall - Sofort zum Tierarzt
Nickhautvorfall
Mögliche Ursache: Läßt auf Unwohlsein schließen
Kommen diese Symptome hinzu: Augenausfluß - Sofort zum Tierarzt
Schütteln und/oder Schiefhalten des Kopfes,
Kratzen hinterm Ohr, Ohrenschmerzen - Sofort zum Tierarzt
Bluten
Mögliche Ursache: Kleine Hautwunde
Kommen diese Symptome hinzu: Blut aus Maul, Darm, Scheide, Penis oder großer Wunde - Sofort zum Tierarzt.
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